IFC ist das offene Format, das ein BIM-Modell zwischen Programmen transportiert — und zwischen Jahrzehnten. Lässt sich ein Modell nur in dem Programm öffnen, das es erzeugt hat, ist es kein Archiv; es ist eine Geisel.
In einem Satz: IFC (Industry Foundation Classes) ist das offene Datenformat zum Austausch von BIM-Modellen zwischen Anwendungen und Organisationen — genormt als ISO 16739-1 und gepflegt von der buildingSMART International. Die aktuelle Version ist IFC 4.3, und sie ist die einzige gemeinsame Sprache, die Revit, ArchiCAD, FreeCAD, Tekla und ein Dutzend Viewer alle verstehen.
Der Weg vom Autorensystem bis zum Archiv hat vier Stationen. Das Wort, das den meisten Leuten fehlt, ist die MVD — die Teilmenge des Schemas, die jede Abgabe verwendet.
Drei Dinge an dieser Zeichnung zählen für Auftraggeber:
.ifc-Datei lässt sich in einem Editor öffnen und lesen — jede Wand ist eine Zeile
mit einem Identifikator, einem Typ und Eigenschaften. Das verändert das Archiv: keine Lizenzschlüssel mehr, um
das Bauwerk von 2015 im Jahr 2040 zu öffnen.Ein Modell, das nur im nativen Format abgeliefert wird, ist ein Vermögenswert, der im selben Tempo verfällt, in dem die Versionen der Software wechseln, die ihn liest. Eine IFC-Datei daneben ist die Lebensversicherung des Projekts: neutral, auditierbar, unabhängig vom Anbieter. Sie ist auch das Format, das die öffentliche Vergabe der Länder verlangt, die BIM verlangen — und der Grund, warum der portugiesische Staat, wenn das DL 10/2024 (portugiesisches Dekretgesetz) in Kraft tritt (BIM verpflichtend im Baugenehmigungsverfahren ab 2030), kaum noch ausschließlich proprietäre Formate akzeptieren können wird.
Bisher verlangt fast niemand IFC — 0 Erwähnungen in 1.059 Dokumenten von Architekturwettbewerben (2010–2026), im Volltext gelesen (meta-concurso [gemessen]). Aber der rechtliche Rahmen lässt Modelle bereits zu: die Portaria 255/2023 (portugiesische Verordnung), die die Ausführungsplanung bei öffentlichen Bauprojekten regelt, akzeptiert BIM-Modelle als Bestandteile (DR), und das DL 10/2024, Art. 17 macht BIM im Baugenehmigungsverfahren ab dem 1. Januar 2030 zur Pflicht (DR). IFC heute zu liefern und zu verlangen ist die billige Art, für diesen Tag gerüstet zu sein.
Eine Textdatei, die ein ganzes Gebäude beschreibt — Elemente, Materialien, Eigenschaften, Beziehungen — in einem öffentlichen, von der ISO genormten Format (16739-1). Jedes ernsthafte BIM-Werkzeug liest und schreibt sie.
Das Format ist kostenlos und ohne Lizenzen. Verloren gehen die Parametrik der Modellierung und etwas Grafik der Zeichnungsblätter; gewonnen werden Beständigkeit und Interoperabilität. Die gängige Praxis: IFC als Abgabeformat, die nativen Dateien verwahrt, wer modelliert.
IFC4 für neue Gebäude; IFC 4.3, wenn Infrastruktur oder Anforderungen an Produktdaten dazukommen. IFC 2x3 nur, wenn der Empfänger sie aus Trägheit verlangt.
In einem Texteditor öffnen — es ist Text. Um das Modell und die Produktdaten zu sehen: Der Bereitschaftsmesser dieser Website lädt IFC im Browser, ohne Upload — die Datei verlässt den eigenen Rechner nicht.
Heute fast niemand (0/1.059 in gemessenen Wettbewerben). Der rechtliche Rahmen (Portaria 255/2023, DL 10/2024) zeigt bereits dorthin; wenn die Pflicht kommt, sind offene Formate der einzige Weg, damit der Staat nicht zum Gefangenen eines Anbieters wird.
Der Bereitschaftsmesser für den digitalen Produktpass öffnet eine IFC-Datei im Browser — Geometrie, Identifikatoren, Eigenschaften, Klassifizierung — und sagt, wie weit die Produktdaten von dem entfernt sind, was der digitale Produktpass der EU verlangen wird. Ohne Upload, ohne Installation.
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