XYZ BIMKollektiv · Portugal Forschung
destilliert aus 705 Wettbewerben · 2010–2026

Die perfekten Ausschreibungsunterlagen
und die perfekte Antwort.

Fünfzehn Jahre Architekturwettbewerbe in Portugal, Dokument für Dokument seziert, reduziert auf die Struktur, die sich wiederholt — und auf die Löcher, die Angebote, Preise und Fristen kosten. Ohne die Arbeit von irgendjemandem zu hosten: nur das Muster.

705Wettbewerbe
1.059gelesene Dokumente
105Preisgerichtsprotokolle auf der Plattform der Ordem dos Arquitectos (OA)
89,4 %Vergaben 2023–25 mit Preis im Kriterium — der Entwurf ist die Ausnahme
0/1059nennen ISO 19650
Zentraler Befund: in 1.059 Dokumenten (2010–2026) null Erwähnungen von ISO 19650, COBie, LOD oder CDE — die portugiesischen Ausschreibungsunterlagen verlangen BIM ohne normatives Vokabular. Das erste reale EIR taucht 2025 auf, Ausschluss inbegriffen. Und der Rechtsrahmen hat sich darunter bewegt, ohne es zu lösen: das DL 10/2024 schreibt BIM im Baugenehmigungsverfahren ab 2030 vor, die PortugalBIM (RCM 89/2026) ist Strategie ohne Mandat, und der europäische Vorschlag COM(2026) 590 schreibt BIM in der Ausführung von Bauaufträgen ≥ 25 Mio. € vor — keine der drei sagt, in welchem Vokabular. Das Fenster, um den Standard festzulegen, ist jetzt.

was die Daten sagen

Die Evidenz hinter der Struktur — im Archiv gemessen, keine Meinungen.

Archivierte Wettbewerbe pro Jahr

705 Wettbewerbe mit Datum auf der OA-Plattform [gemessen]

10131610318202224262010–2026

Was die Ausschreibungsunterlagen fast nie enthalten

Vorhandensein jedes Abschnitts in den 19 analysierten Normdokumenten [gemessen]. Die Gültigkeit der Angebote — 1 von 19 — ist die systemische Lücke.

Gegenstand/Umfang15Vergabestelle15Ausschlüsse (inhaltlich)15Preis/Honorare14Planungsteam14Zuschlagskriterien14Fristen13Programm/Flächen12Phasen/Abnahme11Geistiges Eigentum11Entscheidung/Mitteilung11Rückfragen/Besichtigungen10Angebotsbestandteile10Veröffentlichung/Ausstellung10Vertragsstrafen/Beendigung9Sicherheit8Anonymität (im Text)7Gültigkeit der Angebote1

Wer entscheidet was

Kriterienfamilien in den 46 lesbaren Preisgerichtsprotokollen von Designwettbewerben und beobachtetes Modalgewicht [gemessen]. Universum: nur Entwurf — 0 von 150 Designwettbewerben mit Preis im Kriterium [E8]; der Rest des Archivs wird auf der nächsten Karte gemessen.

Qualität/Konzept der Lösung37Technisch-finanzielle Machbarkeit37Entsprechung zum Programm28Einbindung in die Umgebung27Nachhaltigkeit/Instandhaltung27Preis/Honorare0

Der Preis im Kriterium — mit und ohne Begleitung der OA

Auswahlkriterium je Verfahren, 2020–2022 [gemessen]. Von den 138 Verfahren mit bekanntem Kriterium beziehen 93 (67 %) den Preis ein — aber 0 der 34 mit Begleitung der OA; ohne Begleitung 89 %. In 2023–25 hatten 89,4 % von 386 Verfahren Preis im Kriterium — die verbleibenden 10,6 % sind, bei zwei Übrigen, genau die 38 Designwettbewerbe. Der europäische Vorschlag COM(2026) 590 (Art. 98.º) schlägt vor, das Qualitätsminimum von 30 % im Kriterium zur Pflicht zu machen.

52020mit Ber.16117o. Ber.72021mit Ber.1617o. Ber.222022mit Ber.1320o. Ber.niedrigster PreisMehrfaktor mit Preisnur Qualität

Der Preis im Kriterium, im Archiv gemessen (E8)

Extraktion E8 der 1.059 Dokumente [gemessen — Evidenz, Dokument für Dokument zitiert]. Von den 145 Anzeigen im Diário da República mit lesbarem Formular vergeben 129 (89 %) nach Preis — 92 einfaktoriell „(niedrigster) Preis“, 37 mehrfaktoriell mit Preisfaktor. Beim Planen und Bauen wiegt der Preis in 29 von 44 Wettbewerben mit Dokumenten. Und 3 von 179 Preisgerichtsprotokollen haben einen bewerteten Preisfaktor (Einladungen/Konsultationen nach CCP, dem portugiesischen Vergabegesetz: „Faktor C — Preis des Angebots“, 5–20 %). Unabhängiger Gegencheck: 89 % im Archiv ≈ 89,4 % im Observatório OA 2023–25.

DR-Anzeigen mit lesbarem Kriterium · 129/14589 %Planen und Bauen · 29/4465,9 %Designwettbewerbe · 0/1500 %

Gegen wie viele man antritt

Eingegangene Angebote je Wettbewerb; Median des Archivs ≈ 21 [gemessen]

Torres Vedras 2016 · Brinquedo75Selvagens 201663Abrantes 2021 · Multiusos53Sommer Pavilion 201846Alfazina 2020 · IHRU41Boavista 201334MNAC 202429Olho de Vidro 202028Conchinhas 202223Martim Moniz 202321Museu da Música 202017Gusmão 2. Aufl. 202517Évora 20247Av. Júlio Santos 20223

Was ein 1. Preis einbringt

Tatsächliche Spannen des Hauptpreises, in Tausend Euro [gemessen]. Der Gewinner erhält zusätzlich den Planungsvertrag.

Kleine Wettbewerbe (Azoren)2–3 k€Selvagens 20165 k€IHRU 2020–23 · S. Engrácia7–8 k€Évora · Castelo Branco · MNAC · Acad. Ciências9–12,5 k€CPP · Torres Vedras · Areia Branca12–15 k€Martim Moniz 202330 k€

Was immer weniger zahlt — Projekthonorare, 1940–2026

Dokumentarische Archäologie mit den eigenen Honorarberichten der OA [C, Relatórios 2024/2025; RAPDA/REF.ARQ 2026 — Vollstudie]. Wendet man die Tabellen von 1972 (ICHPOP) erneut auf die 98 Verträge von 2024 an, wäre das Projekt 3,31 % der Bausumme wert — gewesen sind 1,99 %: das öffentliche Projekt zahlt rund 60 % des historischen Standards. Für 2023–25, über 1.576 Verträge (~3.152,9 Mio. € Bausumme): Grundpreis Entwurf 3,37 %, vergeben 2,54 % (80,2 Mio. €). Vorabkonsultationen: im Mittel 40,9 k€ gegen eine gesetzliche Obergrenze von 75 k€. 2026 veröffentlicht die OA eine Methodik ohne Werte (Simulator in Excel) — die Honorartabelle bleibt wettbewerbsrechtlich untersagt (Stellungnahme des CDN).

ICHPOP-Regel 1972, rückangewandt auf die Verträge von 20243,31 %Tatsächlich vertraglich vereinbarte Honorare 20241,99 %Vergebener Entwurfsgrundpreis, 2023–252,54 %

Die Ausschreibungsunterlagen des perfekten Wettbewerbs — Meta-Struktur

Für alle, die Ausschreibungsunterlagen schreiben (Bauherren, technische Berater, Gemeinden, SRU). Destilliert aus 63 eingehend analysierten Normdokumenten + 105 Preisgerichtsprotokollen + allen Rückfragerunden des Archivs der OA (705 Wettbewerbe, 2010–2026). Hinter jeder Strukturaussage stehen gemessene Häufigkeiten.

Welches Verfahren ist das? (unbedingt zuerst lesen)

Die erste Entscheidung ändert Kriterium, Unterlagen und Strategie — und das Archiv zeigt, dass sie häufig verwechselt werden:

Designwettbewerb Vergabe von Planungsleistungen Planen und Bauen
Wer entscheidet Preisgericht (5+5), Anonymität Art. 219.º-B CCP-Gremium, technisches Angebot+Preis Bauunternehmen führt, Preis wiegt
Preis im Kriterium nein [gemessen] ja (mehrfaktoriell oder niedrigster Preis) ja, dominant
Vergütung Preise + Vertrag an den Gewinner (Art. 27.º/g) Grundpreis/Angebot im Bauauftrag enthalten
Schlüsseldokument TR/Wettbewerbsprogramm (dieses Meta-Dokument) PP + CE mit CTE Ausschreibungsunterlagen des Bauunternehmers
Anteil 2023–25 9,8 % (38/386) 61,1 % 25,4 % [gemessen]

Dieses Dokument ist für die erste Spalte geschrieben — aber TEIL IV (EIR) gilt für alle drei; bei den Dienstleistungen und beim Planen und Bauen dokumentiert die OA-SRLVT die schlimmsten Qualitätspathologien [gemessen].

1. Grundsätze (was das Perfekte vom Mittelmäßigen trennt)

  1. Ein Dokument, eine Nummerierung. Das Archiv ist voll von Stoff, der ohne Äquivalenztabelle zwischen CE und TR aufgeteilt ist (CML, Stadt Lissabon: Sicherheit im CE, Kriterien im TR), und von technischen Klauseln, die wieder bei „1.“ einsetzen — zwei Klauseln „1.“ im selben Dokument [gemessen]. Die perfekten Ausschreibungsunterlagen sind ein einziger gegliederter Körper mit durchgehender Nummerierung und Inhaltsverzeichnis.
  2. Termine und Platzhalter geprüft. Es gibt ein offiziell veröffentlichtes TR mit „Beschluss der CML vom **/07/2025“ — Sternchen inklusive [gemessen]. Nichts geht mit Platzhaltern hinaus.
  3. Technologieneutral. Software/Marke/proprietäres Format zu benennen ist verboten; die Unterlagen werden in IFC/DXF geliefert, nie nur .rvt [gemessen].
  4. Preis ist kein Kriterium des Entwurfs — aber er entscheidet fast alles andere. In den 105 Preisgerichtsprotokollen von Designwettbewerben im Archiv hat „Honorare“ 0 Vorkommen [gemessen]. Geltungsbereich: Das charakterisiert den Designwettbewerb, nicht den Markt. Die öffentliche Vergabe von Architektur insgesamt ist vom Preis beherrscht: Das Observatório OA-SRLVT 2023–2025 misst 89,4 % von 386 Verfahren mit Preis im Kriterium — und die 10,6 % ohne Preis sind, bei zwei Übrigen, genau die 38 Designwettbewerbe [gemessen]. Und das Observatório 2020–2022 trennt nach Begleitung: mit Begleitung der OA war der Preis in drei Jahren 0-mal Kriterium (0 von 34); ohne Begleitung 89 % (93 von 104) — in der Summe der 138: 67 % [gemessen]. Der Unterschied zwischen den beiden Welten ist das Dokument — das ist dieses Meta-Dokument. Für diese Diagnose liegt inzwischen eine Antwort als Vorschlag in Brüssel: Art. 98.º der COM(2026) 590 macht das beste Preis-Leistungs-Verhältnis verpflichtend, mit einem Qualitätsminimum von 30 % — 50 % bei arbeitsintensiven Aufträgen — und belässt dem reinen Preis eine ausnahmsweise Abweichung, wenn die Qualität durch Spezifikation oder Ausführungsbedingungen gesichert bleibt [Lesart des Vorschlags]. Wird er angenommen, messen diese 89,4 % nur noch das Davor.
  5. Von einem 3-Personen-Atelier einlösbar. Jede Anforderung (inkl. BIM) muss mit freier Software erfüllbar sein; Qualifikationsnachweise nur in der Eignungsprüfung, nie im Angebot [Grundsätze P1–P5].
  6. Jede Formalregel muss den Ausschluss wert sein, den sie auslöst. 2025 hatte ein Wettbewerb ALLE Angebote ausgeschlossen und wurde aufgehoben [gemessen]. Duplizierte Formalregeln (physische UND digitale Tafel „unter Androhung des Ausschlusses“) sind Fallstricke, keine Strenge [gemessen].

2. Die Struktur (konsolidiertes Skelett nach Häufigkeit)

Das perfekte Dokument hat 4 Teile in einem einzigen Körper — sie entsprechen den 4 Gattungen, die heute über getrennte Dateien verstreut sind [gemessen]:

TEIL I — Verfahren (Skelett von ~25 Artikeln, vorhanden in ≥3 der 6 analysierten TR mit stabiler Reihenfolge [gemessen])

# Artikel Häufigkeit im Korpus Pflicht im Perfekten
1 Gegenstand und Modalität 15/19
2 Vergabestelle + technische Begleitung 15/19
3–4 Preisgericht (5 ordentliche + 5 Ersatzmitglieder, Art. 68.º/219.º-E CCP) 10/19 (22/22 in den OA-Steckbriefen)
5–6 Einsicht in das Verfahren, Ortsbegehungen 10/19
7–8 Teilnehmer, Team, Befangenheiten 14/19
9 Rückfragen (Runde mit Fristen) 10/19
10–13 Angebotsunterlagen + Format + Anonymität (Art. 219.º-B CCP) 10/19
14–15 Einreichungsort/Frist, Sprache 13/19
16 Mehrere Arbeiten je Teilnehmer
17–18 Kriterien mit Gewichten + Gleichstandsentscheid 14/19
19 Benannte Ausschlusstatbestände 15/19 inhaltlich
20 Preise + Benachrichtigung (Art. 219.º-I CCP) 6/19 in den CC, 22/22 OA
21–26 Eignung, Urheberrechte, Ausstellung, Kalender 8–11/19
Gültigkeit der Angebote 1/19 — fast nie definiert ● (hinzufügen!)

Systemische Lücke: In 12/19 Ausschreibungsunterlagen liegt die Frist außerhalb des Hauptdokuments (Anzeige/Plattform) — Terminberichtigungen sind der häufigste Rückfragegrund [gemessen]. Das Perfekte bringt den kompletten Kalender in einer eigenen Tabelle.

Gute Praktiken, die das durchschnittliche TR verliert: (a) Gültigkeit der Angebote mit Zahl — 120 Tage ist die gängige Referenz in Dienstleistungsverfahren; in den OA-Unterlagen ist es die Lücke von 1/19; (b) Musteranlagen als Teil des Skeletts — eine Musterbibliothek (Angebotserklärung, Verantwortungserklärungen je Funktion, Team-Mustertabelle, drei Formen der Sicherheit), die die Mehrdeutigkeit bei der Einreichung eliminiert; (c) Artikel, die fast niemand bringt und die sich hinzuzufügen lohnen: Variantenangebote, Unterschrift des Angebots, Veröffentlichung der Teilnehmerliste.

TEIL II — Vertrag (Klauseln, wenn es einen Planungszuschlag gibt)

Kapitel: I Allgemeine Bestimmungen (Gegenstand, Grundpreis) · II Pflichten (Phasen, Fristen je Phase — Ausführungsplanung 30–60 T, Vorentwurf 60 T [gemessen] — Rückfragen, Haftung für Fehler, Abnahme, geistiges Eigentum, Vertraulichkeit, Zahlungen) · III Vertragsstrafen und Beendigung · IV Sicherheit (8/19; Freigabe nach 30 Tagen, Art. 295.º CCP) und Versicherungen · V Schlussbestimmungen (Subvergabe, Mitteilungen, Fristberechnung, Streitfälle, DSGVO) [gemessen]. In der reifen Version: Pflichten der Vergabestelle im eigenen Kapitel und Zahlungseinbehalt als eigenständige Klausel.

TEIL III — Wettbewerbsprogramm (technischer Anhang)

  1. Präambel · 2. Kontext · 3. Lage und Grenzen · 4. Charakterisierung · 5. Ziele · 6. Funktionalprogramm mit Flächentabelle je Zelle · 7. Baukostenschätzung (das Paar Grundwert + Baukosten steht in 15/22 OA-Steckbriefen) · 8. Nachhaltigkeit der Konstruktion · 9. Ausdrückliche planungsrechtliche Auflagen („max. 3 Vollgeschosse über Geländeniveau …“) · 10. Anlagen [gemessen]. Gute Praxis: Nummerierung der Fachdisziplinen mit stabilen Codes durch die gesamten Ausschreibungsunterlagen und das Preisblatt — schafft Rückverfolgbarkeit zwischen Programm, Preisen und Fakturierung und tötet die Pathologie der „doppelten Klauseln 1.“.

TEIL IV — Anforderungen an den Informationsaustausch (EIR)

Der Abschnitt, der in keinem der 1059 Dokumente des Archivs mit normativem Vokabular existiert (0 Erwähnungen von ISO 19650/COBie/LOIN/CDE) — aber er taucht bereits 2025 auf (SRU Lisboa Ocidental: ANHANG II EIR, BIM-Manager 90 h, Ausschluss wegen unvollständiger BIM-Kompetenzerklärung) [gemessen]. Der fertig übernehmbare Text stützt sich auf: Grundsätze P1–P5, Austausche je Phase, LOIN ohne generische LOD, Namenskonventionen, PT-TM06/EPSG:3763, offene Formate (IFC4/BCF/IDS/CSV), 10 automatisierbare Abnahmekriterien, Kalender, Prüfliste der Einforderbarkeit.

Überlebensregeln des EIR: (1) Er hat eine Preiszeile — eigenes Kapitel im Preisblatt, mit ausdrücklicher Entscheidung darüber, ob er in Mindestprozentsätze je Komponente und in den Gleichstandsentscheid eingeht (ein EIR ohne Preis ist unbezahlte Arbeit; ohne Punktwertung ist er nicht bewertbar); (2) er hat eine benannte verantwortliche Person im Team (Zeile in der Mustertabelle) — sonst gibt es niemanden, an den sich die Zurückweisung einer nicht konformen Lieferung richtet; (3) Spezifikation nach Leistung, nie nach Mitteln — was aus der Anforderung kommt: Abdeckung, Genauigkeit mit Zahlen, Formate; nie die Vorschrift von Instrumenten; (4) „eine Anforderung ohne Zahl ist nicht einforderbar“ — Toleranzen, Mengen und Schwellenwerte in den Ausschreibungsunterlagen festgelegt, nicht an das BEP verwiesen; (5) die geforderte Qualifikation proportional zum realen Markt — wenn niemand im Land die Erfahrung nachweisen kann, wandert die Anforderung in den Test nach dem Zuschlag, nicht in den Lebenslauf.

3. Zuschlagskriterien (die Konstruktion, die die Preisgerichte wirklich benutzen)

Gemessene Häufigkeiten in 46 Protokollen mit lesbaren Kriterien [gemessen]:

Faktor Vorhanden Dominierende Gewichte
Qualität/Konzept der Lösung 37/46 (nie <25 %) 30 % (21×), 40 % (5×), 35 % (5×)
Technisch-finanzielle Machbarkeit/konstruktive Rationalität 37/46 25 % (27×), 20 % (8×)
Entsprechung zum Programm 28/46 15 % (20×)
Einbindung in Umgebung/Gebiet 27/46 15 % (20×)
Nachhaltigkeit/Instandhaltung 27/46 15 % (24×)
Preis/Honorare 0/46

Empfohlenes Schema (das am meisten erprobte des Archivs, ≥15 Wettbewerbe IHRU/Lisboa Ocidental 2021–2024): 30 / 25 / 15 / 15 / 15, mit Unterkriterien entlang des Modells 2025 (35/25/25/15 mit C1.1–C1.3) [gemessen]. Regeln: Die Gewichte ergeben 100 % (klassischer, verifizierter Fehler: Summen ≠ 100 [gemessen]); verankerte Skala 1–10 mit Niveaubeschreibungen, veröffentlicht in den Unterlagen (10 = „bemerkenswerte Klarheit und Konsistenz“; 6 = „zahlreiche Aspekte ohne Ausarbeitung“; 4 = „formale Schwächen“) (unsere Übersetzung) [gemessen]; Gleichstandsentscheid = beste Punktzahl im Faktor mit dem größten Gewicht.

4. Preise (tatsächliche Spannen)

1. Preis 2.000–30.000 €: kleine Azoren-Wettbewerbe 2–3 k€; IHRU/Santa Engrácia 7–8 k€; Évora/Castelo Branco/MNAC/Academia das Ciências 9–12,5 k€; Martim Moniz 30 k€. Struktur: Hauptpreis + Teilnahmeprämien + nicht monetäre Anerkennungen; der Gewinner erhält außerdem den Vertrag per direkter Vergabe (Art. 27.º/g CCP) [gemessen]. Praktische Regel: Preise ≥ der Investition, die den Teilnehmern abverlangt wird (das Ausloberhandbuch der OA fordert genau diese Balance [gemessen]).

5. Checkliste gegen Pathologien (vor der Veröffentlichung)

6. Fehler, die das Archiv dokumentiert (nicht wiederholen)

  1. Veröffentlichtes TR mit Terminen in Sternchen [gemessen] · 2. OA-„Ausschreibungsunterlagen“, die Kataloge nach Wettbewerbsende ohne die eigentlichen Unterlagen sind [gemessen] · 3. Preisregulamente, mit Auftragswettbewerben vermischt [gemessen] · 4. Zwischen Institutionen geklonte Templates, die Fehler weiterverbreiten (Loures/SGMAI/Abrantes; 4 CML-Schulen mit demselben CE) [gemessen] · 5. Sachentscheidungen, getroffen in Rückfragen („die Mauer liegt außerhalb des Gebiets“) statt im Programm [gemessen] · 6. BIM-Anforderung ohne Reziprozität (IFC verlangen, .rvt liefern; oder BIM verlangen und keine BIM-Bestandsaufnahme liefern) [gemessen].

7. Externe Validierung

Die Struktur wurde außerdem mit Verfahren der Vergabe von Planungsleistungen konfrontiert (CCP-Regime, Zuschlag nach dem wirtschaftlichsten Angebot): Die vier Teile bleiben — das Verfahrensdokument bildet auf Teil I ab, die juristischen Kapitel auf Teil II, das technische Programm (eingebettet oder eigenständig) auf Teil III, und das Informationsmanagement ist wieder abwesend in den Veröffentlichten und anwesend in den Verbesserungsvorschlägen — dieselbe Asymmetrie wie im OA-Korpus. Die Unterschiede sind solche des Regimes (Preis vs. Preisgeld; Eignung über Mustertabellen) und der Nummerierungsdisziplin, nicht der Struktur.

7.2 Internationale Muster (7 Systeme, offizielle Quellen)

Abgleich mit UIA/UNESCO 2020, Deutschland (RPW 2013), Frankreich (loi MOP/CCP über MIQCP), Vereinigtes Königreich (RIBA), Schweiz (SIA 142/143:2025), Nordisches (DK/NO/SE) und Spanien (Ley 9/2017, Art. 183–193) [31 offizielle Quellen]:

Was sich bestätigt: Teil I entspricht den „Regulations“, die alle 7 Systeme haben (Preisgericht, Anonymität, Rückfragen, Kriterien, Preise, Kalender), und Teil III dem universellen „Programme“ — die UIA verlangt sogar das Budget im Programm, genau wie diese Struktur [gemessen]. Teil II (der Vertrag innerhalb der Unterlagen) ist selten: FR/DE/ES vergeben an den Gewinner auf eigenem Weg, und die UIA verlangt nur ein Beauftragungsversprechen innerhalb von 24 Monaten mit Mindestentschädigung, falls das Bauprojekt nicht vorankommt — als eigener Artikel hinzuzufügen [Lesart].

Was die internationalen Systeme haben und die portugiesischen Unterlagen nicht: (a) eine Überarbeitungsphase der Preisträger (deutsche Überarbeitungsphase — die Platzierten überarbeiten mit bezahlter Begleitung); (b) öffentliche Ausstellung und veröffentlichtes Protokoll als normalisierte Abschlussphase des Verfahrens; (c) normalisierte Mustererklärungen (UK/RIBA); (d) ein ungerades Preisgericht mit Mehrheit unabhängiger Sachverständiger (UIA ≤9; RPW; SIA ≥½ unabhängig; Quoten DK/FR ⅓, ES ⅔) — das in Portugal praktizierte gerade 5+5-Preisgericht ist in der Gesamtschau singulär [gemessen]; (e) Preise in der internationalen Regel: UIA 3–10 Preise + Anerkennungen für ≤30 % der Teilnehmer; Deutschland: Wettbewerbssumme ≥ Honorar der Vorplanung, von den Preisträgern auszuschöpfen [gemessen].

Teil IV ist die gemeinsame Lücke: Keines der 7 Systeme hat einen eigenständigen Block mit Informationsanforderungen in den Unterlagen — Spanien hat nur eine generische Eignungsanforderung (DA 16.ª Ley 9/2017), und Norwegen hält die Unterlagen rein prozedural [gemessen]. Wer auf der BIM-Seite Gesetzgebung macht, tut es außerhalb der Wettbewerbsregeln: Dänemark BEK 119/2013 §6 (digitale Modelle in Projektwettbewerben), Spanien Orden PCM/818/2023 (BIM-Anforderungen in den Pliegos nach Typologie, einschließlich „Concursos de proyectos“; Kette OC 1/2025: Ziele→Nutzungen→Modell→Liefergegenstände→ECD→BEP), und die europäische Basis war bislang Art. 22 Abs. 4 der Richtlinie 2014/24/EU — eine Erlaubnis, keine Pflicht. Der Vorschlag, der sie ersetzt, ändert das Verb (siehe 7.3).

Internationale Verstärkungen für Teil IV: (1) die Klausel „automatisch prüfbar = automatisch geprüft“ (Grundsatz Statsbygg/SIMBA); (2) eine Anforderungsmatrix Disziplin × Phase (SIMBA 7×4; COBim 13 Serien); (3) eine ausdrückliche Rechtsgrundlage im Wortlaut (Art. 22 Abs. 4 der Richtlinie 2014/24, solange sie gilt; Art. 65.º des Vorschlags COM(2026) 590, wenn anwendbar; DL 10/2024 im Baugenehmigungsverfahren; RCM 89/2026 in der nationalen Strategie); (4) das Information Protocol als Vertragsanhang (UK-Nachfolger des CIC BIM Protocol); (5) eine Brücke EIR→Betrieb (AIR/COBie-lite für die Instandhaltung — Spanien/Dänemark).

7.3 Der Rechtsrahmen, der kommt (2023–2030, mit erklärter Grenze)

Welches Instrument ordnet was an — und wann? Es empfiehlt sich, drei Instrumente zu trennen, die die öffentliche Debatte vermischt. Die Verordnung 255/2023 (Portaria), bereits in Kraft, führt die parametrischen BIM-Modelle in den Projektierungsanweisungen für öffentliche Bauvorhaben ein, gestützt auf das „wo immer möglich“ des Art. 62.º des CCP — sie verpflichtet nicht, hat keinen Schwellenwert, hat kein Vokabular. Das DL 10/2024 (Simplex Urbanístico), geändert durch DL 108/2026 (29. Mai), schreibt vor, dass Architekturentwürfe im Baugenehmigungsverfahren (RJUE) ab 1. Januar 2030 in BIM modelliert einzureichen sind — eine Ausführungsverordnung war am 14-09-2026 noch nicht veröffentlicht. Die Änderung strich das Pilotprojekt von 2027 und fügte den ersten Wert-Schwellenwert hinzu: Projekte von öffentlichen Bauaufträgen über 5.404.000 € (Art. 474.º des CCP) schulden ein BIM-Modell „wo immer möglich“ — gestattend, auf der Seite des Bauauftrags, ohne Vokabular. Die PortugalBIM (RCM 89/2026, vom 21. Mai) ist die nationale Strategie: vier Säulen, der IMPIC als Umsetzer, ein Aktionsplan fällig im August 2026; sie fördert die BIM-Adoption in der öffentlichen Vergabe (Ziel 5/g), schreibt sie aber nicht vor. Keines der drei verlangt von irgendwem ISO 19650, LOIN oder CDE.

Das vierte Stück ist auf dem Weg und ist das größte: der Public Procurement Act (COM(2026) 590, vorgeschlagen am 9. September 2026), eine Verordnung mit unmittelbarer Geltung, die die drei Richtlinien von 2014 aufhebt. Für diese Studie interessieren drei Punkte: Art. 65.º macht BIM in der Ausführung von Bauaufträgen ≥ 25 Mio. € verpflichtend, „in offenen und interoperablen Formaten“, mit einem durch delegierten Rechtsakt der Kommission absenkbaren Schwellenwert — das Verb wechselt von Erlauben zu Verpflichten, aber das Vokabular bleibt undefiniert; Art. 98.º verlangt den Zuschlag nach dem besten Preis-Leistungs-Verhältnis, mit einem Qualitätsminimum von 30 % (50 % bei arbeitsintensiven Aufträgen) und Abweichung nur, wenn die Qualität durch Spezifikation oder Ausführungsbedingungen gesichert bleibt; und eine Abwesenheit: auf 200 Seiten erscheint „design contest“ ein einziges Mal, in einem Seitenverweis — der Designwettbewerb, den die Art. 74.º–77.º der Richtlinie 2014/24 weiterhin im europäischen Recht verankern und den das CCP in den Art. 219.º-A ff. regelt, verschwindet aus dem vorgeschlagenen Rahmen [Lesart]. Mein Argument ist, dass das den portugiesischen Designwettbewerb nicht schwächt, sondern ihn freisetzt: Da er nicht mehr aus Brüssel kommt, lässt sich das Regime anhand der Evidenz dieses Archivs neu denken — ungerades Preisgericht mit unabhängigen Sachverständigen, bezahlte Überarbeitungsphase für die Platzierten, veröffentlichtes Protokoll als Normalstufe — statt anhand der Transposition.

Woher kam die Zahl? Die Studie, die den Vorschlag stützt — „BIM and Public Procurement“, von der DG GROW in Auftrag gegeben und am selben 9. September 2026 veröffentlicht —, hatte den Weg mit einem anderen Anker gezeichnet: eine gestufte Pflicht ab dem europäischen Schwellenwert für Bauaufträge (5.404.000 €), eine Koordinationsstufe „rund 1 Mio. €“ darunter und verstärkte Anforderungen oberhalb von 15 Mio. € und 50 Mio. €, alles in offenen Formaten und mit einer an Evidenzprüfungen gebundenen Progression — ihr Szenario 3. Rund 75 % der befragten Stakeholder forderten klare regulatorische Orientierung. Art. 65.º blieb bei den 25 Mio. € — zwischen den Bändern von 15 und 50 Mio. € der Studie —, die Absenkung dem delegierten Rechtsakt überlassen: die dynamische Architektur der Studie ohne ihren Ausgangspunkt [Lesart]. Für alle, die in Portugal Ausschreibungsunterlagen schreiben, ist die Folge in beiden Szenarien dieselbe: Das Vokabular kommt weiterhin nicht aus Brüssel.

Zu erklärende Grenze: Alles oben Gesagte über COM(2026) 590 ist ein Vorschlag in erster Lesung — ohne Ausschuss und ohne Berichterstatter im Europäischen Parlament am 11. September 2026 —, und Gewichte, Schwellenwerte und das Schicksal der Designwettbewerbe können sich in den Trilogen ändern; die Anwendung erfolgt erst zwei Jahre nach Inkrafttreten (Art. 149.º), mit realistischem Horizont 2029–2030. Bis dahin schreibt, wer Ausschreibungsunterlagen schreibt, diese weiterhin nach CCP und Richtlinie 2014/24 — und wer den Standard des Vokabulars festlegen will, wird es in den EIR tun; dort lag die Macht schon immer.

Quellen dieses Abschnitts: Verordnung 255/2023 (Portaria) · DL 10/2024 · DL 108/2026 · RCM 89/2026 (PortugalBIM) · DG-GROW-Studie „BIM and Public Procurement“ (2026) · COM(2026) 590 · Stand des Verfahrens 2026/0265 (COD). Geprüft am 14-09-2026.


Quellen

Analyse von 1.059 Dokumenten aus 705 in Portugal zwischen 2010 und 2026 veröffentlichten Architekturwettbewerben, davon 105 Preisgerichtsprotokolle; und der Abgleich mit sieben internationalen Systemen anhand ihrer offiziellen Quellen — UIA/UNESCO 2020, RPW 2013 (Deutschland), MIQCP (Frankreich), RIBA (Vereinigtes Königreich), SIA 142/143:2025 (Schweiz), nordische Regeln und die Ley 9/2017 (Spanien) — sowie mit der anwendbaren Gesetzgebung: Richtlinie 2014/24/EU Art. 22 Abs. 4, DL 10/2024, DL 108/2026 (Änderung des RJUE), ISO 19650-2, ISO 7817-1, Orden PCM/818/2023, Verordnung 255/2023 (Portaria), RCM 89/2026 (PortugalBIM), der Vorschlag COM(2026) 590 (Public Procurement Act, in erster Lesung) und die DG-GROW-Studie „BIM and Public Procurement“ (2026), die ihn stützt.

Hinter jeder Strukturaussage steht eine im Korpus gemessene Häufigkeit. Die Marken [gemessen] und [Lesart] trennen, was im Archiv gezählt wurde, von dem, was Interpretation ist. Die zitierten Ausschlussfälle stehen in veröffentlichten Preisgerichtsprotokollen.

Primäre Provenienz: historisches Wettbewerbsarchiv der Ordem dos Arquitectos, konsultiert im August 2026.

Struktur und Muster, destilliert aus dem historischen Wettbewerbsarchiv der Ordem dos Arquitectos, konsultiert im August 2026. Hier wird die Arbeit keiner Sozietät reproduziert: nur das, was sich zwischen Wettbewerben wiederholt. Methodik und Grenzen unter „Quellen“, am Ende jedes Dokuments.